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Italien - 10.06.2026 -Sirmione

  • Autorenbild: Bummelroute
    Bummelroute
  • 12. Juni
  • 3 Min. Lesezeit

Sirmione – Postkartenidylle trifft Menschenauflauf


Heute zog es uns nach Sirmione, dem wohl bekanntesten Ort am Gardasee. Bevor wir aber ins Schwärmen geraten, gleich die erste Warnung:


Wer in der Hauptsaison hierher möchte, braucht starke Nerven, Geduld und vermutlich einen Feldstecher, um den Boden zwischen den Touristen überhaupt noch zu sehen.


Schon jetzt werden laufend ganze Carscharen ausgespuckt, die sich wie frisch geschlüpfte Entenküken durch die Altstadt bewegen. Wir möchten uns gar nicht vorstellen, wie das hier im Juli oder August aussieht.



Zum Glück waren wir früh unterwegs. Also wirklich früh. Für unsere Verhältnisse zumindest. Um halb zehn standen wir bereits auf dem Parkplatz. Vom Campingplatz aus dauert die Fahrt ungefähr 30 Minuten.


Mit etwas Glück ergatterten wir auf dem vordersten grossen Parkplatz noch einen Platz. Wer ein Telepass-Gerät besitzt, hat hier übrigens einen kleinen Luxusbonus: Einfach reinfahren, einfach rausfahren und die Parkgebühren werden direkt über die Telepass-Abrechnung verrechnet. So mögen wir das.



Nach einem kurzen Spaziergang standen wir bereits vor dem beeindruckenden Stadttor von Sirmione.



Die Rocca Scaligera – Mittelalter mit Seeblick


Direkt am Eingang der Altstadt thront die Rocca Scaligera, eine der am besten erhaltenen Wasserburgen Italiens. Die Festung wurde im 13. Jahrhundert von der Familie della Scala aus Verona erbaut und diente damals zur Kontrolle des Schiffsverkehrs auf dem Gardasee. Mit ihren mächtigen Mauern, Zugbrücken und Türmen wirkt sie heute noch fast so, als würden gleich ein paar Ritter um die Ecke reiten.


Oder zumindest die nächste Reisegruppe mit Selfie-Sticks.




Anschliessend schlenderten wir gemütlich durch die wunderschönen engen Gassen der Altstadt. Überall kleine Läden, Restaurants, Gelaterias und hübsche Ecken, die direkt aus einer Postkarte stammen könnten.


Im kleinen Park vor dem Villa Cortine Palace gönnten wir uns eine entspannte Pause im Schatten. Ein echter Geheimtipp, wenn man dem Trubel für einen Moment entkommen möchte.



Eigentlich hatten wir geplant, bis ganz an die Spitze der Halbinsel zu den archäologischen Ausgrabungen zu laufen. Der Plan hielt ungefähr so lange, bis die Sonne beschloss, den Pizzaofen-Modus einzuschalten.


Es war schlichtweg viiiieeeel zu heiss.

Also musste Plan B her.

Und Plan B hiess: Gelato.


Wir suchten uns eine Gelateria, bestellten einen ordentlichen Glacebecher und verlegten unser Frühstück-Mittagessen kurzerhand in den Schatten. Manchmal sind die besten Entscheidungen die einfachsten.



Damit war unser Ausflug nach Sirmione auch schon wieder relativ schnell beendet. Die Kombination aus Hitze, Menschenmassen und unserem vierbeinigen Reisebegleiter machte längere Erkundungstouren wenig attraktiv.


Trotzdem hat uns der Ort sehr gut gefallen. Wer früh kommt, kann die besondere Atmosphäre durchaus geniessen.



Die 5 wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Sirmione


1. Rocca Scaligera

Die berühmte Wasserburg am Eingang der Altstadt ist das Wahrzeichen von Sirmione. Von den Türmen hat man einen tollen Blick über den Gardasee und die Dächer der Altstadt.


2. Grotten des Catull (Grotte di Catullo)

Die grösste römische Villenanlage Norditaliens befindet sich ganz an der Spitze der Halbinsel. Beeindruckende Ruinen mit spektakulärer Aussicht auf den See.


3. Altstadt von Sirmione

Eigentlich eine Sehenswürdigkeit für sich. Enge Gassen, historische Häuser, kleine Plätze und italienisches Feriengefühl an jeder Ecke.


4. Villa Cortine Park

Eine wunderschöne Parkanlage rund um das luxuriöse Villa Cortine Palace Hotel. Ideal für eine kleine Pause im Schatten und deutlich ruhiger als die Altstadt.


5. Thermalquellen von Sirmione

Sirmione ist seit der Römerzeit für seine schwefelhaltigen Thermalquellen bekannt. Heute locken moderne Thermalanlagen und Wellnesshotels Besucher aus aller Welt an.



Unser Fazit

Sirmione ist zweifellos wunderschön und absolut einen Besuch wert. Allerdings gilt hier ganz klar: Je früher, desto besser.


Wir haben traumhafte Gassen, historische Gemäuer und natürlich hervorragendes Gelato genossen. Gegen die Hitze und die Menschenmassen waren allerdings selbst mehrere Kugeln Eis machtlos.


Unser vierbeiniger Reisebegleiter war über die frühe Rückkehr übrigens überhaupt nicht enttäuscht. Zurück auf dem Campingplatz wartete schliesslich das, was Ferien eigentlich ausmacht:


Schatten, Ruhe und möglichst wenig Bewegung.

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